LIEBI-Prinzip: Minimale Einwirkung, effektive Therapie

LIEBI steht für „Least Intrusive Effective Behavior Intervention“ und bedeutet übersetzt, ein so wenig wie möglich einschränkendes, aber immer noch effektives Verhaltenstraining anzuwenden.

Einschränkend definiert sich bei diesem verhaltenstheoretischen Ansatz des Hundetrainings darüber, wie groß die Einwirkung auf Hund und Halter ist. O‘ Heare geht es bei seinem Prinzip vor allem darum, strukturiert alle Möglichkeiten des Trainings und der Therapie auszuschöpfen.

Hundetrainer dürfen Tieren niemals schaden

Der Hundetrainer und Verhaltensberater soll erst nach gründlicher Arbeit und Reflexion des Falles Maßnahmen ergreifen, die eine große Einwirkung auf Hund und Halter haben.

Verhaltensbiologe Dr. James O’Heare entwickelte die achtstufige Therapiemethode unter Berücksichtigung ethischer und moralischer Prinzipien, zu denen vor allem gehört, dass Hundetrainer Tieren keinen Schaden zufügen dürfen. So ist zwar eine sogenannnte „rote Zone“ für sehr schwere Fälle definiert, sie gilt es bei der Arbeit mit auffälligen Hunden aber mit allen Mitteln zu vermeiden.

Objektive Analyse, kleine Trainingsschritte

Voraussetzung für ein sorgfältiges Hundetraining nach dem LIEBI-Modell ist eine ausführliche Anamnese mit einer objektiven Verhaltensanalyse.

O‘ Heare schreibt: „Wenn wir die Wirksamkeit zum einzigen Kriterium machen, ob eine Intervention erfolgreich ist, riskieren wir, dass wir andere ethische Ziele nicht berücksichtigen.“

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